Es kommt der Tag

Regie: Susanne Schneider
Jahr: 2009
Filmlänge: 104 Min.
Verleih: Zorrofilm
Aufführung: 25. Oktober | 18.30 Uhr | Wintergarten

Es kommt der Tag

Nach einem Vierteljahrhundert erkennt Alice (Katharina Schüttler) auf einem Foto ihre Mutter Jutta (Iris Berben) wieder. Die nennt sich mittlerweile Judith und lebt im beschaulichen Elsass – mit einer neuen Familie. Alice reist nach Frankreich, um ihre Mutter zu fragen, wie sie damals in den Untergrund gehen und ihre Tochter verlassen konnte. Aber sie will noch mehr: Judith soll sich den Behörden stellen.

Es kommt der Tag feierte seine Premiere auf dem diesjährigen Filmfest München.

Susanne Schneider

Susanne Schneider absolvierte zunächst ein Studium an der Kunstakademie in ihrer Geburtsstadt Stuttgart, ehe sie an die Akademie der Bildenden Künste in Düsseldorf wechselte. In der Folge feierte sie Erfolge als Drehbuchautorin, lieferte die Vorlagen etlicher Tatorte und schrieb unter anderem die Scripte für und Nina Grosses Feuerreiter (1997) und Nico Hofmanns Solo für Klarinette (1998). Es kommt der Tag ist ihr Regiedebüt.

Pressestimmen

Iris Berben und Katharina Schüttler begegnen sich nach 30 Jahren in einer schonungslosen Konfrontation als Mutter und Tochter und leiden an den privaten Folgen einer radikalen politischen Vergangenheit. Das Schauspielerduell zwischen den beiden Frauen funktioniert. Vor allem Iris Berben geht an die Grenzen, wenn sie versucht, ihr Handeln zu rechtfertigen, ihr Familienglück verteidigt und im Innern weiß, es kommt der Tag sich zu stellen. Katharina Schüttler liefert eine tour de force ab, wenn sie ungerührt ihren Kreuzzug durchzieht, anderen Leid zufügen möchte, weil sie gelitten hat.
(Margret Koehler, BR)

Der Film stellt die Frage, wie weit ein Mensch für seine Ideale gehen darf, fragt nach der Dimension von Schuld und Vergebung, dem Preis der Freiheit und der Notwendigkeit von Verantwortung. Es kommt der Tag ist nicht nur eine brüchige politische Biografie, sondern auch eine Auseinandersetzung mit einem Stück deutscher Geschichte, mit dem Deutschen Herbst, der Generation der 68er, ein moralisches Dilemma.
(Kino.de)

Die Filme Über Heimspiel

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest ist eine Initiative des Lehrstuhls für Medienwissenschaft und der Kinos im Andreasstadel. Ein studentisches Team wählt in einem ganzjährigen Sichtungsprozess die besten deutschsprachigen Filme der aktuellen Kinosaison aus. Unser Ziel ist es, herausragende Produktionen zu unterstützen, Nachwuchs zu fördern und den richtigen Rahmen für diskussionswürdiges Kino zu schaffen. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept nimmt der Austausch zwischen Filmemachern und Publikum, zwischen Filmbranche, Wissenschaftlern und Journalisten ein. Mit unserer Werkschau, Hommage und Klassik-Sektion setzen wir Themen und Schwerpunkte.

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest bietet Filmschaffenden vom Hochschulabsolventen bis zum etablierten Star eine Plattform.

Heimspiel 4 widmet sich im November den Höhepunkten der Kinosaison 2012.

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