• Heimspiel 4

    November 2012 geht Heimspiel in die nächste Runde

    Das Regensburger Filmfest widmet sich den Highlights der Kinosaison 2012, präsentiert Werkschau sowie Hommage herausragender Kinoschaffender und lädt ein zu Vorträgen, Lesungen, Gesprächen.

Phantastisches Wochenende geht zu Ende

Neben dem Linksterrorismus im Film war der heutige Sonntag vor allem Christian Petzold gewidmet, von dem auch heute wieder zwei Filme im Programm zu sehen waren.

Bereits um 12 Uhr Mittags fanden sich viele Besucher im Andreasstadl ein, um im Wintergarten Christian Petzolds fünften Fernsehfilm Wolfsburg anzusehen, nach dessen Vorführung der Regisseur Fragen entgegennahm und detailliert beantwortete. Es war der Film „mit dem Unfall“, der es vor allem Deniz Petzold angetan hatte, dem heimlichen Star des Tages.

Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen eines „mutigen“ Themas, wie es der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar bezeichnete – dem Linksterrorismus im Film. Neben Christian Petzolds Die innere Sicherheit, waren in der bisherigen Woche bereits die Dokumentarfilme Die Anwälte von Birgit Schulz und Alexander Oeys Ein deutscher Terrorist zu sehen. Birgit Schulz setzte sich auch heute zusammen mit Professor Kraushaar und Festivalleiter Sascha Keilholz auf die Couch, um sich im zweiten Salongespräch ganz dem Thema Linksterrorismus zu widmen und ansprechend zu diskutieren. Die zahlreich erschienenen Gäste geizten dabei nicht mit interessanten Beiträgen.

Nachdem um 16 Uhr Peter Dörflers faszinierende Dokumentation Achterbahn ihr Publikum in der Bann gezogen hatte, kehrte man wieder zu den beiden zentralen Punkten des Tages zurück und konnte zum einen um 18.30 mit Es kommt der Tag einen etwas anderen Beitrag zum Thema deutscher Zeitgeschichte sehen. Einen Generationenkonflikt nämlich, der zwischen Mutter und Tochter ausgetragen wird, deren Beziehung durch das Engagement der Mutter für den Linksterrorismus schwer erschüttert wurde. Der andere Fokus ruhte auf der Werkschau unseres Gastes Christian Petzold, der auch im Anschluss an Die Beischlafdiebin für das Publikum anwesend war.

Ein besonderes Highlight bot sich um 21 Uhr, als Almut Getto, die Regisseurin von Fickende Fische, ihren aktuellen Film Ganz nah bei dir in einer Festival-Preview vorstellte. Noch vor der offiziellen Deutschlandpremiere, die am 4. November im Kölner Odeon stattfinden wird, stand Almut Getto allen Fragen der Zuschauer zu Verfügung.

Leider ist das Wochenende nun schon am Ende angelangt, unser erstes Heimspiel-Filmfest jedoch noch lange nicht – auch wenn man sich zugegebener Maßen auf der Zielgeraden befindet. Morgen haben Sie die Möglichkeit, bei Christian Petzolds jüngstem Werk Jerichow dem Schauspieler André Ⅿ. Hennicke einige Fragen zu seiner Rolle und der Zusammenarbeit mit dem Regisseur zu stellen. Außerdem erwarten Sie zwei weitere spannende Filme: Der Mittelteil aus Alexander Kluges Nachrichten aus der ideologischen Antike präsentiert ein anspruchsvolles Projekt, das seines Gleichen sucht. Und Franziska Stünkels Vineta ist Genrekino aus Deutschland par excellence – ein seltenes Vergnügen mit einer jetzt schon legendären Eingangssequenz.

Wir freuen uns auf Sie!

Aktualisiert am 26. Oktober 2009

Das Programm (2011)
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Über Heimspiel

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest ist eine Initiative des Lehrstuhls für Medienwissenschaft und der Kinos im Andreasstadel. Ein studentisches Team wählt in einem ganzjährigen Sichtungsprozess die besten deutschsprachigen Filme der aktuellen Kinosaison aus. Unser Ziel ist es, herausragende Produktionen zu unterstützen, Nachwuchs zu fördern und den richtigen Rahmen für diskussionswürdiges Kino zu schaffen. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept nimmt der Austausch zwischen Filmemachern und Publikum, zwischen Filmbranche, Wissenschaftlern und Journalisten ein. Mit unserer Werkschau, Hommage und Klassik-Sektion setzen wir Themen und Schwerpunkte.

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest bietet Filmschaffenden vom Hochschulabsolventen bis zum etablierten Star eine Plattform.

Heimspiel 4 widmet sich im November den Höhepunkten der Kinosaison 2012.

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Call for Films 2012

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