66/67 - Fairplay war gestern

Regie: Carsten Ludwig u. Jan-Christoph Glaser
Jahr: 2009
Filmlänge: 118 Minuten
Verleih: farbfilm
Aufführung: 12. November | 21.00 Uhr | Wintergarten

Deutsch

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest ist eine Initiative des Lehrstuhls für Medienwissenschaft und der Kinos im Andreasstadel.

Ein studentisches Team wählt in einem ganzjährigen Sichtungsprozess die besten deutschsprachigen und internationalen Produktionen der aktuellen Kinosaison aus. Unser Ziel ist es, herausragende Filme zu unterstützen, Nachwuchs zu fördern und den richtigen Rahmen für diskussionswürdiges Kino zu schaffen. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept nimmt der Austausch zwischen Filmemachern und Publikum, zwischen Filmbranche, Wissenschaftlern und Journalisten ein. Mit unserer Werkschau, Hommage und Klassik-Sektion setzen wir Themen und Schwerpunkte. 2012 begrüßen wir das Gastland Frankreich.

Français

Heimspiel – Le festival du film de Ratisbonne est une initiative de la chaire de science des médias et des cinémas à l'Andreasstadel.

Dans un procès de sélection durant toute l'année, une équipe estudiantine choisit les meilleurs productions germanophones et internationaux de la saison du cinéma actuel. Il est notre but de soutenir des films extraordinaires, d'encourager la relève et de créer le bon cadre pour un cinéma digne de discussion. L'échange entre les cinéastes et le public, entre le secteur du film, les scientifiques et les journalistes joue un rôle principal dans ce concept. Avec notre exposition d'œuvres, d'hommage et notre sélection classique, nous avons mis en place des sujets et des accents. En 2012 nous souhaitons la bienvenue à la France en tant que notre pays d'accueil.

English

Heimspiel – The Regensburg film festival is an initiative of the chair in media science and the cinemas of 'Andreasstadel'.

In a year-round triage a team of students selects the best German and international productions of the current cinema season. Therefore it is our aim to support outstanding films, to promote newcomers and to create the right context for a kind of cinema, which is worth talking about. The exchange between film makers and audience, as well as the contact with the film industry, scientists and journalists, plays an essential role at Heimspiel. Topics and priorities are established by our retrospective, homage and classic section. In 2012 we welcome France as our host country.


66/67 - Fairplay war gestern

Florian, Otto, Henning, Christian, Tamer und Mischa haben eines gemeinsam: Die Liebe zum Fußballverein Eintracht Braunschweig. Die Liebe der Freunde geht nicht nur soweit, dass alle ein Branding mit der Jahreszahl 66⁄67 – das einzige Jahr in dem Braunschweig Deutscher Meister wurde – auf der Brust tragen, sie sind auch regelmäßig dazu bereit, für „ihren“ Verein rohe Gewalt anzuwenden. Doch Schritt für Schritt muss jeder einzelne von ihnen erkennen, dass es eine Welt jenseits des Hooligan-Daseins gibt und sie sich nur alleine ihren individuellen Problemen stellen können.

Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser gelingt mit ihrer gemeinsamen Regiearbeit ein bewegendes Drama, das nicht nur durch herausragende schauspielerische Leistung, sondern auch durch seine treffende Bildästhetik glänzt.

Carsten Ludwig u. Jan-Christoph Glaser

Nach einem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg wechselt Carsten Ludwig 1998 zur Deutschen Film‑ und Fernsehakademie Berlin. Der gebürtige Braunschweiger entscheidet sich für die Position hinter der Kamera, welche er bereits ein Jahr später bei dem Dokumentarfilm Wolfram einnimmt.

Jan-Christoph Glaser, im Weltmeisterjahr 1974 in Waldshut geboren, verbringt  Teile seiner Kindheit in Kolumbien, studiert später  Kommunikationswissenschaft sowie Neuere Deutsche Philologie und  arbeitet ab Ende der 90er Jahre an diversen Filmprojekten wie der  MTV Kultserie Auftrag Moabit. 2006 sorgen er und Ingo Haeb mit Neandertal für Furore.

66⁄67 – Fairplay war gestern ist nach dem Festivalerfolg Detroit (2003), und der Episode Ausflug in 1. Mai (2008) die dritte und krönende gemeinsame Kinoarbeit von  Ludwig  und Glaser.

Pressestimmen

66⁄67 – Fairplay war gestern tut aber nur so, als ginge es um Fußball. In Wirklichkeit zeichnet der Film ein ungewöhnliches Porträt einiger Kleinstadtexistenten, die der gesellschaftliche Druck und die Angst vom Leben zum kompletten Stillstand führt. Die Figuren klammern sich an die Idee ihrer bröckelnden Gemeinschaft nur, um sich überhaupt irgendwo festhalten zu können…
(Oliver Baumgarten, schnitt)

Sie driften ins Abseits der Gewaltexzesse, bis ins Paranoide. [...] Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser schildern das mit faszinierender Präzision. Wunderbar, wie Fabian Hinrichs – er spielt Florian, den „Anführer“ der Clique – die fatale Dialektik von verleugneten Gefühlen und Aggression zum Ausdruck bringen kann, wie er mit irrem Augenfunkeln vor der finalen Prügelei flüstert: „Ich möchte hier noch irgendwas kaputtmachen. Irgendwas, irgendwen!“ [...] Es ist – und das zählt am Ende – leidenschaftliches Kino. Ungestüme und unbeirrte Suche nach Intensität. Wann gab es zuletzt einen jungen deutschen Film, der von Schicksalen erzählt, die tatsächlich auch schicksalhafte Wucht hatten?
(Rainer Gansera, Süddeutsche)

Ludwig und Glaser gelingt etwas, das es nicht häufig gibt im deutschsprachigen Kino: Sie erzählen lebensnah von Männern und ihren Schwächen, von selbst verschuldeten Zwängen, wie sie besonders gut in provinzieller Ratlosigkeit gedeihen. Und sie verzichten dabei weitgehend auf Komödie und Klischee. Zu sehen sind ein halbes Dutzend begabter Darsteller in einem unterhaltsamen und ansprechend fotografierten Film.
(Sebastian Handke, Der Tagesspiegel)

Trailer

Die Filme Über Heimspiel

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest ist eine Initiative des Lehrstuhls für Medienwissenschaft und der Kinos im Andreasstadel. Ein studentisches Team wählt in einem ganzjährigen Sichtungsprozess die besten deutschsprachigen und internationalen Produktionen der aktuellen Kinosaison aus. Unser Ziel ist es, herausragende Filme zu unterstützen, Nachwuchs zu fördern und den richtigen Rahmen für diskussionswürdiges Kino zu schaffen. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept nimmt der Austausch zwischen Filmemachern und Publikum, zwischen Filmbranche, Wissenschaftlern und Journalisten ein. Mit unserer Werkschau, Hommage und Klassik-Sektion setzen wir Themen und Schwerpunkte. Darüber hinaus präsentieren wir jedes Jahr ein Gastland.

Heimspiel – Das Regensburger Filmfest bietet Filmschaffenden vom Hochschulabsolventen bis zum etablierten Star eine Plattform.

Heimspiel 4 widmet sich vom 22.-28. November 2012 den Höhepunkten der aktuellen Kinosaison und begrüßt das Gastland Frankreich.

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Call for Films 2012

Nach dem erfolgreichen Verlauf der drei vergangenen Heimspiele feilen wir bereits an dem Programm für 2012. Gerne berücksichtigen wir bei der Auswahl auch Ihren Film. Wir sichten alle deutschsprachigen Produktionen, die 2011⁄2012 entstanden sind.

Vom Experimental‑ über den Genrefilm, bis hin zum Dokumentarfilm, Abschlussfilm oder engagierten Amateurprojekt. Wir freuen uns über Einsendungen an:

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Andreasstraße 28
93059 Regensburg

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